1992 in Ulm geboren, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von 6 Jahren. Schon in seiner Jugend sammelte er Erfahrungen in zahlreichen Orchestern u.a. Sinfonietta Ulm, mit der er zweimal Bundespreise beim Deutschen Orchesterwettbewerb gewann und sein Solistendebüt auf Konzerttournee durch Baden-Württemberg und Finnland gab. Zusätzlich erspielte er sich in frühen Jahren Bundespreise beim Wettbewerb Jugend musiziert sowohl solistisch, als auch in kammermusikalischer Besetzung.

Sein Bachelorstudium im Fach Violoncello, sowie den Master in Kammermusik schloss er erfolgreich bei Prof. Mario de Secondi an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen ab. Einen weiteren Master in Violoncello & Pädagogik bei Prof. Orfeo Mandozzi und mit Nebenfach Jazzcello bei Henning Sieverts, schloss er 2021 mit Auszeichnung an der Zürcher Hochschule der Künste ab.

Weitere wichtige solistische Impulse erhielt er von Thomas Bruder (Chemnitz) und Prof. Joanna Sachryn-Waleska (Shanghai). Weitere Meisterkurse u.a. bei Martin Ostertag, Maria Kliegel, Jean Deplace und Enrico Dindo bereicherten sein künstlerisches Schaffen. Neben mehreren Stipendien und Förderpreisen (.u.a. Richard-Ramsperger Stiftung, DAAD, ...) erhielt Stephan Lormes mehrere Konzerteinladungen aus dem Ausland u.a. Deutschland, Italien, China, Finnland und Österreich.

Neben seinem solistischen Repertoire widmet er sich vor allem Kammermusik und zeitgenössischer Musik. Im Oktober 2013 trat er im Rahmen der „Donaueschinger Festspiele für neue Musik“ auf. 2015 wurde er für Konzerte des Instituts für Neue Musik der Musikhochschule Freiburg engagiert. Intensiv arbeitete er zusammen mit den Komponisten Albrecht Gürsching, Jan Esra Kuhl, Nikolaus A. Huber und Benjamin Yusupov an der Aufführung ihrer Werke.

 

Stephan Lormes ist ein begehrter Kammermusikpartner und ein gefragter Orchestermusiker. Regelmässig spielt er in verschiedensten Besetzungen in der ganzen Schweiz und in Deutschland, darunter auch im Duo Berger-Lormes. Nach Orchesterpraktika in der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und dem WDR Funkhausorchester Köln war er bis Juli 2019 Vorspieler in der Cellogruppe der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Dadurch erarbeitete er sich ein breites Repertoire durch Rundfunkaufnahmen, regelmäßige Sinfoniekonzerte, sowie Opern-, Ballett-, und Musicalaufführungen. Regelmässig spielt er als Zuzüger in verschiedenen Orchestern im In- und Ausland.

Als Cellopädagoge ist Stephan Lormes seit Herbst 2019 in Winterthur als Cellopädagoge tätig. Nach Leitung mehrerer Celloklassen ist er seit Februar 2022 als Lehrperson an der Glarner Musikschule und an der Musikschule Oberuzwil-Jonschwil tätig.